Geschichte
WARUM KUNST
Eine junge Künstlerin schrieb mir. Ob ich auch ein Blatt liefern wolle. Sie würde im Künstlerhaus Thurn & Taxis in Bregenz eine Ausstellung mit einem Haufen Kolleg:innen organisieren, und alle sollten frei – no na – auf die Frage „WARUM KUNST?“ antworten. Den Namen der Künstlerin habe ich vergessen, weil sie sich nach meiner Antwort nie mehr meldete. Keine Ahnung, ob die Ausstellung dann wirklich stattfand.
Jedenfalls hatte ich die Frage kaum gelesen, drehte ich mich um, schnappte mir ein großes Blatt und meinen geliebten Molotov Graffiti-Stift (die Marke heisst wirklich so) und legte los. Ich war gerade im Begriff zu begreifen, dass nichts verstanden werden kann, kommt das greifen nicht davor. Das angreifen, das sich berühren lassen. Ausserdem gefiel mir zu meinen gerade festgestellt zu haben, dass Kunst und Physik eigentlich Schwestern im Geiste sind: Urlüste, Gott und die Welt zu verstehen. Oder zumindest kennenzulernen.
Weil ich das Poster mochte, bot ich es auf meiner www zum Selbstkosten-Druckpreis zum Verkauf an. Eine Person meldete sich in knapp 4 Jahren. Das kommt davon, wenn man (Gott sei Dank!) keine „Soschls“ mehr nutzt…
tOmi









