08/01/2026 chizzi

DIE GESCHICHTE UND DER LOOP

Als tOmi und ich uns im September 2024 kennengelernt haben, wussten wir natürlich beide nicht, wohin diese gemeinsame Reise gehen wird. Vielleicht aber war gerade das das Schöne daran. Wir hatten auch sofort einen genialen Masterplan: unsere Demokratiesocke. Eine Socke, die symbolisch für alles schöne steht, dass das Leben im Kern ausmacht.

Über eine Strategie oder unternehmerisches Know-how, haben wir uns eher wenig Gedanken gemacht. Wir begannen einach, mitten aus dem Leben heraus. Ein Gespräch, noch ein Gespräch, ein gemeinsames Lachen, ein Gedanke, noch ein Gedanke, schlussendlich hunderte Gedanken und Ideen – und schon begann etwas zu entstehen.

Und schon gar nicht wussten wir, dass daraus etwas werden würde, das inzwischen diese Weite, diese Offenheit, diesen Umfang – oder wie wir es nennen – diese Loops erreicht. Und so stehen wir heute, 16 Monate und 42 Produkte später, da und stellen fest: Ja, genau das ist es geworden. Eine Mischung aus einer Menge Arbeit und über weite Strecken (im wahrsten Sinne des Wortes)  täglichen Austausch, Freundschaft, Humor, Nerven, etwas Idealismus und Beharrlichkeit – und einer nicht zu unterschätzenden Portion Kaffee. Bei mir zumindest.

Natürlich war vorauszusehen, dass mein langjähriger Freund Hage der Dritte im Bunde wird. Ich glaube, es hat keine 14 Sekunden gedauert, bis klar war, dass sich auch tOmi und Hage blendend verstehen werden. Ich hatte da aber nie Bedenken. Und jetzt ist er da, der Handel: die revaLoops GmbH. Mit all seinen Abenteuern.

Ganz besondere Freuden waren die Begegnungen mit neuen Menschen, die inzwischen wichtige Verbündete dieser gesamten Geschichte geworden sind.

Unser Winzer Andrea zum Beispiel, der uns zwei solch wunderbare Primitivos – Felice von 2022 und Allegro von 2019 – in insgesamt zweitausend Flaschen gezaubert hat. Jede einzelne Flasche fühlt sich an, als würde sie sich ebenso kurz bedanken, bevor man sie öffnet.

Die beeindruckende Geschichte der großartigen Menschen von Diritti a Sud, die mit klarer Haltung zu Menschenrechten und Solidarität – mit Einheimischen ebenso wie mit Geflüchteten – eine Tomatensauce ins Glas bringen, die nicht nur wahnsinnig gut schmeckt, sondern auch viel zu erzählen hat. Auch diese Sauce steht jetzt tausendfach bei uns im Regal und schaut mich an, als wollte sie sagen: „So geht Kreislauf – so geht der Loop.“

Dann – Alberto, der uns freundlich und enorm offen, durch seine Sockenmanufaktur geführt hat und uns zeigte, wie nachhaltig, rhythmisch und mit viel Liebe diese vielen, verschiednen, farbenfrohen Socken entstehen.

Sonja von Rehadruck, die von Anfang an mit uns gearbeitet hat, als wären wir alte Freundinnen und Freunde, die endlich miteinander ins Tun kommen. Ich bin, denke ich, noch nie ohne Einladung auf Kaffee und ein Gespräch aus ihrem Laden gegangen.

Thomas und Resi von Apfelputzn, die durchaus auf sehr ähnlichen Linien unterwegs sind und unsere Shirts gedruckt haben.

Denis, unser lieber Freund aus Vorarlberg, der sechs seiner Retro-Lampen für uns aufbereitet hat – und mit dem nicht nur die wunderbare Erweiterung unseres Sortiments, sondern auch Freundschaft entstanden ist.

Martina, die diesen einzigartigen, betonenen Weinkühler entworfen hat und gezeigt hat, dass man nach hundert gescheiterten Versuchen einfach trotzdem weitermacht, wenn es das Richtige ist. Wahrscheinlich ist genau das generell eine der geheimen Formeln.

Dann sind da meine lieben Freundinnen und Freunde: Silvia, Markus, Gerald, Michael – oder wie man ihn nennt: Karli Braun – die mit den Nöstlinger-Songs, drei Alben von my wicked wicked ways und den Tracks von Karli & my little taleund natürlich SoSch mit Silvia an der Stimme und ihrer Band, unsere Musik-Kulinarik für Ohren und Augen bereichern.

Und natürlich Hanno, der uns so freundlich zwei besondere Werke aus dem Jüdischen Museum Hohenems zugesagt hat, damit wir sie in unseren Shop aufnehmen dürfen. Auch das ist etwas, das ich sehr schätze: dieses Vertrauen der Weggefährt:innen und Verbundenen aus meiner eigenen Geschichte.

Und so haben wir eine Grundlage geschaffen, auf der wir weitergehen dürfen …

Dazu kommt natürlich das genauso Wichtige unseres Konzepts – unser Loop: unser Verein, gleichnamig, mit dem Zusatz „Verein für humanitäre Hilfe, solidarische Kreisläufe, Bildung und Kultur“, an diesen wir von allen Produkten 10% des Netto-Umsatzes abgeben. Und auch hier entstehen wahre Geschichten.

Ein Teil eines Grundstücks im Senegal ist erworben. Langsam, aber stetig beginnen die Pläne für die Schule Form anzunehmen. Gemeinsam mit Amadou, tOmis gutem Freund, der zwischen dem Süden Apuliens und Sokone im Senegal lebt und träumt – den auch ich schon kennenlernen durfte – gehen wir Schritt für Schritt in Richtung unseres mittlerweile gemeinsamen Traums: dass in Sokone eine Schule entsteht.

Und dann ist da natürlich mein Freund Markus. Max – wie ihn alle nennen. Einer der außergewöhnlichsten und wohl mutigsten Menschen, die ich kenne. Er hat im Osten der Ukraine eine Hilfsorganisation aufgebaut, die seit Beginn des Krieges für die Menschen da ist, die eigentlich einfach nur so leben wollen, wie du und ich – wie wir – es aber aufgrund des bestialischen Krieges nicht mehr können. Ich habe großen Respekt und Demut vor Max und diesem/unserem Projekt. Und es ist mir ein Herzensanliegen, diese Freundschaft und Unterstützung weiterzuführen. Ich freue mich auf jedes Treffen und hoffe jeden Tag, dass ihn die Gefahr, unter der er arbeitet, verschont. Und – dass es weitergeht. Auch dank eines steten Spendenteams, das nun schon seit 1,5 Jahren, monatlich unterstützt.

Unsere dritte Säule sind diverse Kunst und Kulturprojekte. Eigene Projekte. Gemeinsame Wege. Kooperationen. Wir konnten bereits mit unseren Freundinnen von SoSch und Markus mit my wicked wicked ways zwei Konzertabende veranstalten – einen in Graz, einen in Feldbach – und ein ganz wunderbares Wochenende miteinander verbringen.

Und kürzlich durfte ich meine liebe Freundin Doro Blancke bei einem Abend im Parkhouse, bei ihrer so wichtigen Initiative begleiten – unter anderem mit einer selbstgekochten Suppe aus unserer Menschenrechts-Tomatensauce von Diritti a Sud. So darf das gern weitergehen.

Auch neue Freundschaften und Partnerschaften entstehen. Zum Beispiel mit dem Schlagergarten Gloria und den vielen schönen Schlagergärtner:innen die immer wieder aufs neue die Menschen zum lachen, lieben und tanzen bringen.

Und mit Valentin, da wir nun Partner von „Building Bridges“ werden – worüber ich noch berichten werde. Nicht zu vergessen: Wir sind auch Teil der großen, länderübergreifenden Demokratieinitiative “Empowering Democracy” von der wir auch noch hören lassen werden.

Und schlussendlich: Unser Verein zählt mittlerweile 34 Mitglieder. Das freut mich enorm!

Das alles ist – und ich übertreibe jetzt nicht – nur eine sehr kurze Zusammenfassung des Jahres 2025. Die Homepage ist gefüllt. Das Warenlager ebenso. Texte, Bilder, Produkte. Und sehr viel Herz und Freude, die geteilt werden möchte.

Wir bleiben offen für jede Form der Teilnahme: als regelmäßige Spender:innen, als Vereinsmitglieder oder natürlich als Käufer:innen unserer Gemischtwerte- und Kunsthandelsprodukte – unserer mit viel Liebe entworfenen, ästhetischen Sachen, die die Welt zumindest ein kleines Stück schöner machen sollen und wollen.

In diesen vielen Sinnen möchte ich für heute schließen – und freue mich auf alles und alle, die da noch kommen mögen.

chizzi