(Ge)Denkräume in Graz – Rundgang mit Heimo Halbrainer

Über 80 Jahre nach der Befreiung vom NS-Regime stellt sich die Frage, wie heute an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert wird. Welche Denkmäler und Gedenktafeln erinnern wo an wen – und seit wann. Im Rahmen des Rundgangs (Ge)Denkräume begeben wir uns auf die Suche nach zeitgenössischen Formen des Gedenkens im öffentlichen Raum von Graz. Dabei begegnen wir der kleinen, fast unscheinbaren Figur des Feuerwehrmanns von Peter Roskaric bei der Synagoge, die uns dazu anregt, über Mitverantwortung nachzudenken. Wenige Schritte weiter schreibt sich Catrin Bolts Lauftext mit einem erschütternden Zitat des ehemaligen Oberrabbiners David Herzog in den Stadtraum ein. Jochen Gerz’ Projekt Ich, Sigfried Uiberreither bei der Grazer Burg, einst Teil des Projekts 63 Jahre danach, konfrontiert uns erneut mit der Zeit des Nationalsozialismus in der Steiermark und zeigt politische Nachwirkungen auf. Den Abschluss bilden im Stadtpark das Ehren- und Mahnmal von Alexander Silveri sowie das Befreiungsdenkmal von Wolfgang Skala, dessen Titel wir im Dialog mit Eduard Freudmanns temporärer Arbeit Monumythhinterfragen.
Rundgang mit Jasmin Haselsteiner-Scharner (Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark) und Heimo Halbrainer (CLIO
Treffpunkt: Synagoge, David-Herzog-Platz 1, 8020 Graz
Anmeldung unter: kioer@museum-joanneum.at oder 0699 1855 1000
Eine Veranstaltung des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark und CLIO
