Geschichte
SHALOMALEIKUM
Als junger Suchender, in der Kunstfrage stochender (was ist meine Kunst?), lebte ich für gut 14 Monate in Ägypten. Zuerst in Kairo, dann noch ein halbes Jahr im Sinai. Während dieser Zeit waren wir immer wieder mal Bier in Israel trinken. Das gabs in Ägypten nur auf dem Schwarzmarkt. Israelis kamen uns damals aber auch oft im Beduinen-Dorf besuchen, in dem wir im Sinai lebten.
Damals fielen mir starke Ähnlichkeiten zwischen der arabischen und der jüdischen Kultur auf.
‚Kongruenzen in verschiedenen Sprachen‘ würde es besser treffen. Aus den zwei augenscheinlichsten wollte ich eine Grafik machen. Aus dem Gruß der Araber:innen, dem „Salam Aleikum“, und dem der Jüd:innen, dem „Shalom“, und den Traditionen, die ich in deren beider Ornamentik wahrnahm, bzw. dem Diktum, man solle sich kein Bild von Gott machen.
Weil ich während dieser Zeit auch „viele“ Künstler:innen aus Palästina und aus Israel kennenlernte, wurde ich ein paarmal nach Tel Aviv eingeladen, um dort Projekte zu realisieren. Dort verwendete ich das erste Mal das Wortspiel „Shalomaleikum“ und begann, meine Freund:innen so zu begrüßen. Ich wunderte mich mehr als nur einmal, dass ihnen dieses Wortspiel, obschon es supernaheliegend ist, noch nie zu Ohren kam.
Alles andere, was dieses Poster – dieser universale Gruß aus dem Nahen Osten – bedeutet, erklärt sich in düsteren Zeiten wie diesen von selbst.
Zum größeren Kontext, in dem ich das Poster einmal zeigte, siehe https://omiotu.com/shalomaleikum/
tOmi









