Geschichte
PEACECAKE
..auch schon wieder eine Weile her, der Kuchen. Es kommt mir vor, als wäre es vorgestern gewesen. Wir zeigten eine laufende Arbeit in einer Galerie in Dornbirn. Dieses Projekt (Y-LAND) hatte ich schon aus den calc-Tagen in der Schublade, aber weil ich es noch nie mochte, dass Galerien der Ort sind, wo sich die wenigsten etwas kaufen können, entwarf ich ein Postkartenset, das ich REALVOLUTION nannte und das in einer assoziativ-poetischen Art in Verbindung zu Y-Land stehen sollte: 5 einfache Karten, 2 Euro, und sie gehören dir.
Der Peacecake war Teil davon.
Alles begann, offen gestanden, mit dem einfachen Wortspiel „Cheesecake – Peacecake“. Erst dann dachte ich an seine Zutaten. Die Torte war augenblicklich durch das Symbol gegeben, aber was waren seine Ingredienzien? Darüber nachsinnend fiel mir auf, was mich an den Hippies (ich meine die Protolächler aus den 60ern), die auch dieses Symbol ins Spiel brachten, immer schon irritierte.
Nämlich, dass der innere (self-awareness) und äußere „Kampf“ (civil disobedience) in deren FRIEDE fast nie zu Wort kam. Bald war mir klar, aus was der Peacecake gebacken sein sollte.
Die Postkartensets waren damals schnell verkauft oder verschenkt. Dass ein paar davon im revaLoops-Kontext wieder ans Licht kommen und jetzt endlich sogar Poster werden, lehrt mich abermals, dass die Schublade die wahre Galerie ist.
tOmi
zu calc siehe https://omiotu.com/c-a-l-c/
zu Y-Land https://omiotu.com/y-land-2/
zu Realvolution https://omiotu.com/realvolution/









